Die Wahrheit über unseren Tisch

Vielleicht habt ihr es mitbekommen – die geplante Ausstellung im Möbel Rau in Kirchheim mit dem Titel „Skulptur zu Tisch“ ist in anfänglicher Corona-Zeit ausgefallen. Die Überschrift Skulptur zu Tisch hat folgende Geschichte: 

vor fast zwei Jahren suchte sich ein Kollege eine zweiteilige Skulptur aus meinen Anfangszeiten – aus Cannstatter Travertin auf einer Schieferplatte – bei mir aus und erzählte mir etwas später, dass er die Skulptur mitten auf dem Esstisch platziert habe. Ich war erst überrascht, denn ich wäre selbst nicht auf die Idee gekommen, eine Skulptur auf den Tisch zu stellen. Ich trug noch die Idee von der Skulptur auf dem Sockel in mir. Wieder einige Zeit später saßen wir mit mehreren Künstlerkollegen zusammen am Tisch dieses Kollegen mit der Skulptur, und ich fand es einfach nur schön, wie sie sich mitten ins Geschehen einfügte und dort in ihrer ganzen Stille einfach präsent war. 

Im September letzten Jahres find ich an, wieder jeden Tag am Stein zu arbeiten. Und als die erste Skulptur fertig war, trug ich sie aus der Werkstatt hinaus in die Küche, wo ich ihr im Waschbecken den Staub abwusch, und stellte sie dann auf den Tisch. Unser Tisch hat eine mit bläulich-schwarzem Linoleum beschichtete Platte, welche einen tollen Kontrast für die meist hellen Steine bietet und ich nutze diese erste Station gerne für die ersten Bilder der Skulpturen. Am Schönsten an diesem Platz ist jedoch, wie in unserem Mehrgenerationenhaushalt mein fast 7-jähriger Enkel der erste ist, der die neuen Skulpturen berührt und über die Oberflächen streichelt, jeden einzelnen Einschluss im Material entdeckt und untersucht, und bei tiefergehenden Löchern mit Einlagerungen seine Taschenlampe holt, um genau auszuleuchten, wie tief die Einlagerungen sind und darüber nachsinnt, wer diese kleinen Höhlen bewohnen könnte.

So kommt es, dass jede Skulptur erst einmal für eine Weile auf unserem Tisch steht. Doch es ist bei Weitem nicht so, wie es auf den ersten Aufnahmen aussieht – nur der Stein und nichts drumrum – sondern der Stein ist mittendrin bei allem, was auf dem Tisch stattfindet: vom ersten Kaffee übers Zeitungslesen, Frühstück, Mittag- und Abendessen, Hausaufgaben (zur Zeit in Home-School), Ostereieranmalen, Tonhöhlen formen, Siedler von Catan spielen und vielem mehr. Und der Stein ist einfach da. Ziemlich unbeeindruckt von all dem drumrum wird er immer mal wieder gedreht, seine Position verändert, weggeschoben, wieder hergerückt, bis er dann dem nächsten weicht, der uns für einige Zeit Gesellschaft mitten im Alltagsleben leistet. 

Heute bin ich einmal filmend um die aktuellste Tischsituation gegangen, ohne diese zu verändern (ehrlicherweise muss ich gestehen fast – den Legokatalog hatte ich weggenommen und dann wieder hingelegt) und teile diese als kleinen Film auf Vimeo. Vielleicht bekommt ihr auch Lust auf eine Skulptur zu Tisch! 

Jetzt zu Ostern lassen sie sich wunderbar zwischen den Frühlingsblühern verstecken, bevor sie auf dem Tisch landen. Ein paar Skulpturen zeige ich nachfolgend hier…

…weitere stehen bei Möbel Rau auf Tischen und Sideboards.

Lasst euch inspirieren und meldet euch gerne bei mir, falls ihr weitere Informationen zu Größen, Materialien oder Preisen braucht. Die Skulpturen liefere ich euch gerne persönlich aus. 

Am besten bin ich erreichbar per Mail post@monikamajer.de oder Telefon 07023 779 13 93

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